19.08.2017 · 13:12


Julije Knifer

26. Oktober 2017 bis 14. Januar 2018
Vernissage: 25. Oktober, 18 Uhr

Das Museum Haus Konstruktiv freut sich, eine umfassende Ausstellung mit Werken des kroatischen Künstlers Julije Knifer (1924–2004) realisieren zu können. Die in enger Zusammenarbeit mit der Tochter des Künstlers entwickelte Schau präsentiert neben Gemälden und Arbeiten auf Papier eine Auswahl von Tagebüchern Knifers.

Julije Knifer gilt als einer der wichtigsten kroatischen Repräsentanten der nicht-figurativen Kunst. Er war Mitglied der von 1959 bis 1966 aktiven neo-avantgardistischen Künstlergruppe Gorgona in Zagreb, die sich von den traditionellen ästhetischen Praktiken im sozialistischen Jugoslawien absetzte und den Austausch mit den internationalen Avantgarden suchte. Die Mitglieder verband eine Affinität zum Geist der Moderne mit ihrem Sinn für das Absurde, für Leere und Monotonie. Ab etwa 1960 beschäftigte sich Julije Knifer intensiv mit der Form des Mäanders, einem aus der Ornamentik bekannten, potenziell unendlich fortsetzbaren Element aus vertikalen und horizontalen Linien, das er bis zu seinem Lebensende in Gemälden und Papierarbeiten auf vielfältigste Weise variierte. Ab 1971 übertrug Knifer das Mäander-Motiv im Grossformat auf Wandbilder im öffentlichen Innen- und Aussenraum. Charakteristisch für sein Schaffen ist die Repetition als Ausdruck von Dauer und Kontinuität. Seine Arbeiten sind – von den Zeichnungen über die Malerei bis zu seinen Tagebüchern –von einem existenzialistischen Geist geprägt, der die Grenzen zwischen Leben und Werk zum Verschwinden bringt.



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19.08.2017
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