Oct 20, 2017 · 8:56 AM

HOT SPOT ISTANBUL

HOT SPOT ISTANBUL im Museum Haus Konstruktiv ist die erste umfangreiche Ausstellung türkischer abstrakter, konkreter und konzeptueller Kunst in der Schweiz – mit Werken aus über sechzig Jahren: Wir zeigen über 80 Werke von 21 Künstlerinnen und Künstlern. Ausgangspunkt für das Projekt ist die Entwicklung der türkischen abstrakt-konkreten Malerei seit Ende der 1940er Jahre und ihre Auswirkungen auf eine junge Künstlergeneration, die weit vernetzt in der ganzen Welt tätig ist. Zur Ausstellung erscheinen drei Publikationen.

Hot-Spot-Istanbul, Ausstellungsansicht, Museum Haus Konstruktiv, 2013, Foto: Stefan Altenburger
Hot-Spot-Istanbul, Ausstellungsansicht, Museum Haus Konstruktiv, 2013, Foto: Stefan Altenburger

HOT SPOT ISTANBUL zeigt Werke von: Can Altay (*1975) / Adnan Çoker (*1927) / Nejad Melih Devrim (1923–1995) / Burhan Doğançay (1929–2013) / Serhat Kiraz (*1954) / Renée Levi (*1960) / Ahmet Öktem (*1951) / Ahmet Oran (*1957) / Mübin Orhon (1924–1981) / Abdurrahman Öztoprak (1927–2011) / Seçkin Pirim (*1977) / Sarkis (*1938) / Nejat Satı (*1982) / Arslan Sükan (*1973) / Erdem Taşdelen (*1985) / Canan Tolon (*1955) / Seyhun Topuz (*1942) / Ömer Uluç (1931–2010) / Ebru Uygun (*1974) / Ekrem Yalçındağ (*1964) / Fahrelnissa Zeid (1901–1991).
Special Guests aus der Sammlung des Museum Haus Konstruktiv: Verena Loewensberg (1912–1986) / Max Bill (1908–1994) / Fritz Glarner (1899–1972) / Camille Graeser (1892–1980) / Hans Hinterreiter (1902–1989) / Richard Paul Lohse (1902–1988).

Seit einigen Jahren hat sich in der Türkei eine ganz besondere, vitale und lebendige Kunstszene etabliert, vor allem in Istanbul. Die geteilte Stadt am Bosporus schafft eine produktive Atmosphäre für kreative Kräfte, denn zwischen Tradition und Innovation entstehen neue Impulse. Immer mehr junge Künstlerinnen und Künstler zieht es von anderen türkischen Städten nach Istanbul, es entstehen neue Galerien, allerorts entdeckt man neue Art Spaces. Istanbul ist der Ort, an dem vieles, was Gegenwart heute mit sich bringt, gerade hochverdichtet zu passieren scheint. Hot Spot Istanbul!
Das Museum Haus Konstruktiv hat sich zum Ziel gesetzt, die Vitalität Istanbuls nach Zürich zu holen und sowohl die türkische Kunstgeschichte als auch die aktuelle türkische Kunst anhand ausgewählter Beispiele in den Brennpunkt zu stellen. Das Ausstellungsprojekt basiert auf einer engen Zusammenarbeit mit KünstlerInnen, Sammlungen und Privatpersonen, die das Museum massgeblich dabei unterstützten, dieses Ausstellungsprojekt zu realisieren. HOT SPOT ISTANBUL wird auf vier Stockwerken gezeigt und ist in fünf verschiedene Kapitel gegliedert. In Gruppenprojekten und Einzelausstellungen präsentieren wir Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Videos, Installationen und Environments. Wir beschäftigen uns dabei mit feinen Grauzonen zwischen der abstrakten, konkreten, konzeptuellen und aktuellen Kunst. Das früheste Gemälde ist von Fahrelnissa Zeid aus dem Jahr 1947, und die aktuellsten Arbeiten wurden direkt für die Ausstellung konzipiert – von Renée Levi, Ebru Uygun, Arslan Sükan, Ekrem Yalçındağ oder auch Can Altay.
Wir zeigen Werke von Wegbereitern der türkischen abstrakten Kunst nach 1945. Wir präsentieren Künstlerinnen und Künstler der mittleren Generation, die die Türkei schon lange verlassen haben oder an zwei Orten leben. Wir zeigen Werke international vernetzter Minimalisten oder auch ganz junger Künstler, die – wie schon die Pioniere – ihre Eindrücke von überall her zusammentragen. Was also ist überhaupt türkische Kunst? Diese Frage haben wir uns gemeinsam mit unseren Projektpartnerinnen und Partnern immer wieder gestellt. Türkische Kunst, darin sind wir uns einig, ist heute genauso heterogen wie es die Schweizer Kunst oder jede andere nationale Kunst-Zuschreibung ist, und trotzdem kann es erhellend sein, sich zu übergeordneten Wurzeln inhaltliche Gedanken zu machen. Der Titel fokussiert deshalb auch kein Land, sondern mit Absicht eine an der Schnittstelle zwischen Skulptur und Environment einen ganz besonderen Ort für eine spezifische Auswahl von Werken verschiedener Künstlerinnen und Künstler zu konzipieren, die für die Entwicklung der Ausstellung wegweisend waren: Burhan Doğançay (1929–2013), Renée Levi (*1960), Ahmet Oran (*1957), Mübin Orhon (1924–1981), Seckin Pirim (*1977), Arslan Sükan (*1973), Canan Tolon (*1955), Seyhun Topuz (*1942), Ömer Uluç (1931–2010), Ebru Uygun (*1974), Ekrem Yalçındağ (*1964). Und weil HOT SPOT ISTANBUL im Museum Haus KONSTRUKTIV stattfindet, gehört zu dieser DNA auch diejenige des Museums, weshalb als Special Guests auch sechs Werke der «Zürcher Konkreten» aus der hauseigenen Sammlung zu sehen sind. Altay betitelt seine begehbare Skulptur und somit auch den ganzen Raum bezeichnenderweise «It’s not Istanbul, it’s you» (Es ist nicht Istanbul, Du bist es): In der grossen Eingangshalle entsteht somit ein besonderer Ort der Reflexion, Recherche und Begegnung. Es ist ein mentaler Echoraum, der alle weiteren Kapitel begleiten wird. Im ersten Stock und in dem kleineren Saal im dritten Stock werden zwei Einzelausstellungen von Ebru Uygun (*1974) und Ekrem Yalçındağ (*1964) realisiert.
In der grossen Säulenhalle im dritten Stock widmen wir uns der Konzeptkunst mit KünstlerInnen wie Serhat Kiraz (*1954), Renée Levi (*1960), Ahmet Öktem (*1951), Sarkis (*1938), Nejat Satı (1982), Arslan Sükan (*1973) und Erdem Taşdelen (*1985). In den Kabinetten im vierten Stock zeigen wir abrundend mit vier historisch wichtigen Positionen jeweils eine Einzelpräsentation von Nejad Melih Devrim (1923-1995), Mübin Orhon (1924–1981), Ömer Uluç (1931–2010) und Fahrelnissa Zeid (1901–1991). Hierbei handelt es sich um massgebliche Wegbereiter der türkischen Kunst nach 1945.

Zur Ausstellung erscheinen drei Publikationen im Kehrer Verlag und bei JRP | Ringier.

Trailer zur Ausstellung >>>



Museum Haus Konstruktiv · Selnaustrasse 25 · 8001 Zürich · +41 (0)44 217 70 80 · info@hauskonstruktiv.ch
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Oct 20, 2017
8:45:00 AM CEST