18.11.2019 · 23:08

 


Camille Graeser: Vom Werden eines konkreten Künstlers

31. Oktober 2019 bis 12. Januar 2020

kuratiert von Vera Hausdorff, Konservatorin der Camille Graeser Stiftung

Das Museum Haus Konstruktiv zeigt eine umfangreiche Ausstellung über den Schweizer Künstler Camille Graeser (1892–1980), der mit Max Bill, Richard Paul Lohse und Verena Loewensberg zum engsten Kreis der Zürcher Konkreten gehörte. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf den 1930er- bis 1950er-Jahren, ergänzt durch eine Auswahl repräsentativer Werke aus seinen wichtigsten Schaffensphasen. 
Die Ausstellung ermöglicht einen neuen Blick auf das Frühwerk Graesers und führt zu einem vertieften Verständnis seines künstlerischen Werdegangs.

Die sich über zwei Stockwerke erstreckende Soloschau geht der Frage nach, wie es dazu kam, dass der Möbeldesigner Camille Graeser, der in Stuttgart ein eigenes Atelier unterhielt und an bedeutenden Werkbund-Ausstellungen beteiligt war, nach seiner – durch die nationalsozialistische Machtergreifung bedingte – Rückkehr in die Schweiz 1933 zu einem der Hauptvertreter der konkreten Kunst in Zürich wurde. Dazu werden einige seiner Innenarchitektur-Entwürfe sowie Möbel der 1920er- und 1930er-Jahre seinen Gemälden, Reliefs und Plastiken aus den ausgehenden 1930er-Jahren gegenübergestellt, und es wird veranschaulicht, wie Graeser in den 1940er- und 1950er-Jahren im Umfeld der Schweizer Künstlervereinigung Allianz seine konstruktiv-konkrete Formensprache ausbildete.

Nicht nur die entscheidenden Stationen seiner malerischen Entwicklung werden gezeigt, sondern auch Arbeiten von Künstlern und Künstlerinnen, die sein Schaffen beeinflussten. Ein Grossteil der ausgestellten Werke von Camille Graeser stammt aus seinem Nachlass, ergänzt werden sie durch Leihgaben aus dem In- und Ausland.

Zu der Ausstellung erscheint Anfang des nächsten Jahres im Auftrag der Camille Graeser Stiftung von Vera Hausdorff und Roman Kurzmeyer eine Publikation im Wienand Verlag, Köln.


Weitere Stationen der Ausstellung: Vasarely Museum, Budapest (4.3.–31.5.2020); Musée des beaux arts, La Chaux-de-Fonds (31.10.2020–5.1.2021); Espace de l’Art Concret, Mouans-Sartoux. 


Wir danken der Camille Graeser Stiftung, die zur Realisierung der Ausstellung grosszügig bei getragen hat.

Weitere Unterstützung:
Werner H. Spross-Stiftung
Walter Haefner Stiftung
Galerie von Bartha, Basel



Museum Haus Konstruktiv · Selnaustrasse 25 · 8001 Zürich · +41 (0)44 217 70 80 · info@hauskonstruktiv.ch
© 2019 Museum Haus Konstruktiv. Der Inhalt dieser Website ist urheberrecht­lich geschützt und dient lediglich zu Informations­zwecken ohne Rechts­verbindlich­keit.
18.11.2019
23:00 Uhr MEZ