Amalia Pica
Round table (and other forms)

Zurich Art Prize 2020

kuratiert von Sabine Schaschl
bis 17. Januar 2021

Der jährlich vom Museum Haus Konstruktiv und der Zurich Insurance Group Ltd vergebene  Zurich Art Prize geht 2020 an Amalia Pica (*1978 in Neuquén, lebt und arbeitet in London). Die argentinisch-britische Künstlerin ist die dreizehnte Gewinnerin der renommierten Auszeichnung. Der mit CHF 100’000 dotierte Preis setzt sich aus einem Budget von CHF 80’000 für die Produktion der Einzelausstellung im Museum Haus Konstruktiv und einer Preissumme von CHF 20’000
zusammen.

Die Installationen, Skulpturen, Zeichnungen, Filme und Performances von Amalia Pica zeichnen sich durch eine einfache und spielerische Formensprache und vielschichtige Inhalte aus. Verbale und nonverbale Kommunikation sowie zivilgesellschaftliche Partizipation sind Themen, die Pica in ihrem künstlerischen Schaffen immer wieder aufgreift. Wie funktioniert Kommunikation mit Sprache, Symbolen, Objekten und Gesten? Wie verhalten sich diese zu politischen und gesellschaftlichen Strukturen? Und wie lassen sich solche Strukturen mit künstlerischen Eingriffen sichtbar machen oder gar verändern?

Unter dem Titel Round table (and other forms) präsentiert Amalia Pica im Museum Haus Konstruktiv eine neu produzierte sowie eine frühere Arbeit. Gezielt untersucht die Künstlerin in beiden Arbeiten die Rolle von Freude und Vergnügen für die Bewältigung des Drucks, den bürokratische Strukturen oder monotone Büroarbeit aufbauen. Auf den ersten zwei Stockwerken unseres Hauses ist so eine anregende Schau entstanden, in der geistreich über Form und Funktion von Büroutensilien – Konferenztische, Papierbögen im Format A4, Zeigetaschen und Bürostempel – sowie über deren Ordnungsmacht im Hinblick auf unser soziales Gefüge nachgedacht wird. Picas (Gedanken-) Experiment findet nicht zuletzt in Zeiten von Corona Widerhall, die auch unseren Büroalltag tiefgreifend verändert haben.


Der Zurich Art Prize ist ein Kulturengagement von
Zurich Insurance Group Ltd


Abbildungen oben:
Amalia Pica, Rearranging the conference table, 2020; Rehearsing the conference table, 2020 (1-4) / Joy in Paperwork: The Archive, 2016 (5). Installationsansicht Museum Haus Konstruktiv, 2020. Foto: Stefan Altenburger. Courtesy die Künstlerin, König Galerie, Berlin, und Herald St, London
Amalia Pica, Werk im Hintergrund(un)heard, 2016. Sammlung Cc Foundation, Shanghai (6)



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04.12.2020
06:15 Uhr MEZ