Amalia Pica
Zurich Art Prize 2020

29. Oktober 2020 bis 17. Januar 2021

Eröffnungstage 29. und 30. Oktober
Zu dieser Ausstellung findet keine Vernissage statt.
Stattdessen ist der Eintritt an den Eröffnungstagen Donnerstag 29. Oktober und Freitag 30. Oktober für alle frei.

Der jährlich vom Museum Haus  Konstruktiv und der Zurich  Insurance Group Ltd vergebene  Zurich Art Prize  geht 2020 an Amalia Pica (*1978 in Neuquén, lebt und arbeitet in London). Die argentinische Künstlerin ist die dreizehnte Gewinnerin der renommierten Auszeichnung. Der mit CHF  100’000 dotierte Preis setzt sich aus einem Budget von CHF 80’000 für die Produktion einer Einzelausstellung im Museum Haus Konstruktiv und einer Preissumme von CHF 20’000 zusammen.

Die Installationen, Skulpturen, Zeichnungen, Filme, Fotografien und Performances von Amalia Pica zeichnen sich durch eine minimalistische Formensprache aus und entpuppen sich bei genauerer Betrachtung als vielschichtig und komplex. Verbale und nonverbale Kommunikation, also der Austausch und die Übertragung von Information in Form von Sprache, Symbolen oder Gesten, ist ein Thema, das Pica in ihrem künstlerischen Schaffen immer wieder aufgreift. Wie wird Kommunikation vermittelt und welche Rolle spielen dabei politische und soziokulturelle Hintergründe?
Die ausgestellten Werke im Museum Haus Konstruktiv zeugen von diesem Interesse. Zu sehen ist unter anderem die installative Arbeit Joy in Paperwork, eine Serie von A4-Blättern, die mit Stempelabdrücken versehen sind – Stempeln, wie sie normalerweise von Behörden für bürokratische Prozesse verwendet werden. Pica begann mit solchen Stempeln zu «zeichnen», um dem mühsamen Papierkrieg während ihres Einbürgerungsverfahrens in Grossbritannien etwas Spielerisch-Lustvolles entgegenzusetzen. Worte wie PAID, RECEIVED, CANCELED oder PRIVATE & CONFIDENTIAL werden in hunderten von Zeichnungen neben-, über- und aneinandergereiht und formieren sich so zu teils figurativen und teils ornamentalen Motiven.

Die Zurich Art Prize-Jury begeisterte Amalia Pica durch ihre präzise Auseinandersetzung mit politischen und soziologischen Themen, die sich auf wissenschaftliche Recherchen und Forschungsergebnisse stützen. Dass Amalia Pica mit ihrer minimalistischen Formensprache den inhaltlichen Fokus des Museum Haus Konstruktiv teilt, bewies sie bereits während der Gruppenausstellung Konkrete Gegenwart (2019).


Der Zurich Art Prize ist ein Kulturengagement
von Zurich Insurance Group Ltd


Abbildungen oben:
Amalia Pica, Werk im Hintergrund: (un)heard, 2016. Sammlung Cc Foundation, Shanghai. Courtesy Amalia Pica und Herald St, London (1)

Joy in Paperwork. Installationsansicht The New Art Gallery Walsall, 2019. Courtesy Amalia Pica und Herald St, London. Foto: David Rowan/The New Art Gallery Walsall (2/3)



Museum Haus Konstruktiv · Selnaustrasse 25 · 8001 Zürich · +41 (0)44 217 70 80 · info@hauskonstruktiv.ch
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21.09.2020
20:15 Uhr MESZ