HK 210614 0212

Claudia Comte

Easy Heavy III, 2013 / Eye to Eye, 2013

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Ehemals permanente Installation im Café des Museum Haus Konstruktiv im ewz-Unterwerk Selnau.

Charakteristisch für das Schaffen der Künstlerin Claudia Comte (*1983 in Lausanne, lebt und arbeitet in Berlin) ist ihre Verwendung einer einfachen Formsprache sowie die Auseinandersetzung mit verschiedenen Medien wie Skulptur, Druckgraphik, Installation und Malerei, die sie räumlich inszeniert. Dabei belebt die Westschweizerin traditionelle handwerkliche Praktiken neu und untersucht die Beziehungen zwischen den Bildsprachen der Kunstgeschichte und Populärkultur. Die Inspiration für ihre ortsspezifischen Arbeiten findet Comte in deren Umgebung: in der Natur, Architektur und Kultur. Ihre Gemäldeserie Eye to Eye im Café des Museum Haus Konstruktiv zeigt ellipsenförmige Leinwände, auf denen weisse und schwarze Kreise zu erkennen sind, die an Augen von Comicfiguren erinnern. Die schielenden Augen, inspiriert von Warner Bros. Roadrunner, persiflieren die Bildsprache der Schweizer Konkreten.

Easy Heavy III, 2013 und Eye to Eye, 2013 von Claudia Comte
Claudia Comte, Easy Heavy III, 2013 und Eye to Eye, 2013. Foto: Stefan Altenburger

Auch die Wandmalerei Easy Heavy III spielt mit dem modernistischen Erbe: Speziell für das Café des Museums konzipiert, überzieht ein vielfarbiges Zickzackmuster die gesamte Wand und bringt dabei auch die architektonischen Nischen im oberen Wandbereich zum Ausdruck. Vergleichbar mit Werken der Op Art, etwa von Victor Vasarely, rufen auch Comtes Zickzacklinien einen visuellen Vibrationseffekt hervor – und scheinen so eine Begründung für die schielenden Augen in den Eye to Eye-Malereien zu geben. Mit einer Mischung aus Humor und Hommage unterzieht die Künstlerin das modernistische Erbe einer fröhlichen Verjüngungskur.

Oftmals zeugt das Werk Claudia Comtes von einer Neubelebung traditioneller handwerklicher Praktiken sowie einer präzisen Untersuchung der Beziehungen zwischen den Bildsprachen der Kunstgeschichte und der Populärkultur. Die Inspiration für ihre ortsspezifischen Arbeiten findet Comte in deren unmittelbarer Umgebung: in der Natur, Architektur und den räumlichen Gegebenheiten der jeweiligen Ausstellungssituation.